Hafenstraße


Zu Vogelheim gehören die Hausnummern 121 bis 203B und 46 bis Ende.
Die "Hafenstraße" hatte von 1891 bis 1915 drei Namen. Sie war aufgeteilt in "Bahnstraße", "Phönixstraße" und "Emscherstraße". 1915 erhielt sie den Namen "Vogelheimerstraße". Seit dem 15. Januar 1936 heißt sie "Hafenstraße".
Die Hafenstraße führt vom Bahnhof Essen Bergeborbeck zum Hafengelände am Rhein-Herne-Kanal, der von 1907 bis 1914 in der Emscherniederung gebaut wurde. Zu dieser Zeit wurden mehrere private Häfen (vom Bergwerksverein König-Wilhelm, Zeche Köln-Neuessen, Stinnes, Krupp u.a.) angelegt.
Die Stadt Essen hatte damals keinen Zugang zum Rhein-Herne-Kanal, beschäftigte sich jedoch bereits seit 1905 mit einem Hafenprojekt. Sie erwarb deshalb im Bereich des Hesselbachs und des Weidkamps umfangreichen Grundbesitz. Die Planungen wurden jedoch mehrfach verworfen.
Dem Drängen der Stadt Essen und der Firma Krupp auf Anschluss an den neuen Kanal führte nicht zuletzt zur Eingemeindung der Bürgermeistereien Borbeck, mit 73.094 Einwohnern, und Altenessen, mit 46.227 Einwohnern, am 1.4.1915.
Erst danach wurden die Planungen für den Bau eines Stadthafens wieder aufgenommen. 1934 wurde der Stadthafen seiner Bestimmung übergeben und entwickelte sich zu einem größeren Umschlagplatz.
Durch den Bau des Rhein-Herne-Kanals und der verschiedenen Hafenanlagen wurde im Norden der Stadt Essen ein großes Industriegebiet erschlossen. Andererseits bedeutete dies auch das Ende der Borbecker Mark mit ihrem reichen Waldbestand und vielen stattlichen Bauernhöfen.