Strickerstraße


Die "Strickerstraße" bekam 1915 ihren jetzigen Namen; von 1903 bis 1915 hieß sie "Wiesenstraße".
Die Benennung stammt von dem Beruf des Pferdestrickers ab, welcher zu Zeiten des Stifts Essen die Aufgabe hatte, die Wildpferde im Emscherbruch unter der Aufsicht eines Marschalls zu brandmarken. Sollte ein Pferd ein Gebrauch genommen werden, bestieg der Pferdestricker ein für diesen Zweck gezimmertes Gerüst, suchte sich ein Pferd aus der Herde aus, die an ihm vorübergetrieben wurde und warf ihm ein Seil um den Hals. War das Tier gefangen, mußte er sich hinaufschwingen und ihm die Prame, eine mit Stacheln versehene Eisenklammer, in die Nüstern klemmen, um es so zu bändigen.